A-Jugend der Stiere wird Vizelandesmeister 

Ihr drittes und somit letztes Finalrundenturnier hatten die Jungstiere beim Erstplatzierten der Vorrunde, dem SV Warnemünde zu bestreiten. Die Konstellation gab es so her, dass gleich das erste Spiel die Vergabe des Landesmeistertitels entschied. Die Schweriner hatten es demnach mit dem Gastgeber zu tun. Das Auswärtsspiel in der Vorrunde verloren die Stiere damals klar mit 36:25. Es musste einfach alles passen um den körperlich überlegenden Warnemündern Paroli bieten zu können. Die Stiere begannen hochkonzentriert. Defensiv ließen sie wenig zu und im Angriff fanden sie immer wieder gute Lösungen und nutzen diese konsequent. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Den 3:6-Rückstand egalisierten die Jungstiere postwendend auf 7:7. Mit einem knappen 8:9 aus Stieresicht ging es in die Halbzeit.

Gut eingestellt ging es in den zweiten Abschnitt. Beim 10:9 lagen die Schweriner erstmals in Front. Beim Stand von 12:11 war noch eine knappe Viertelstunde zu spielen. In der Folge ließen sie vier klare Torgelegenheiten liegen, was der SV Warnemünde gnadenlos bestrafte. Beim Stand von 13:16 waren die Jungstiere zwar immer noch auf Schlagdistanz, kassierten dann aber eine Zweiminutenstrafe und zwei weitere Gegentore. Mit 13:18 im Rückstand waren noch drei Minuten zu spielen. Die Umstellung auf ein sehr offensives Abwehrsystem führte dann noch zur leichten Ergebniskorrektur – Warnemünde jubelte über seinen 19:15-Sieg im Finalspiel. Die Schweriner hatten sich nichts vorzuwerfen. Mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit wäre die Sensation möglich gewesen – Kampf, Wille, Einstellung waren überragend. Die körperliche Unterlegenheit machten die Jungstiere spielerisch und technisch wett. 

Der Traum Landesmeister zu werden, war eben zerplatzt, die Köpfe und Schulter hingen kurz nach Abpfiff. Dennoch folgte unmittelbar im Anschluss das zweite Spiel des Tages gegen die SG Grimmen/Loitz. Die Mannschaft musste jetzt Charakter zeigen. Und das tat sie eindrucksvoll. Auf vielen Positionen verändert starteten die jungen Stiere in einer defensiven 6:0-Abwehrformation. Beweglich und kampfbetont stellten die Schweriner den Gegner immer wieder vor schwierige Entscheidungen. Mit fortschreitender Spieldauer verbesserte sich ihre Chancenverwertung. Daraus resultierte ein Lauf vom 5:5 auf 9:7 – Halbzeit. Im zweiten Durchgang machten die Schweriner dort weiter. Beim Stand von 11:7 waren es erstmals vier Tore. Diese Führung hatte bis zum 18:14 bestand. Durch einige Unkonzentriertheiten holten die Stiere den Gegner aus Grimmen wieder zurück ins Spiel (20:19). Doch die Jungstiere blieben ruhig und kamen so am Ende zu einem verdienten 23:21-Sieg. Die Jungs jubelten ausgelassen mit den zahlreich mitgereisten Eltern. 

Vor Ort wurden die Jungstiere mit Medaillen, Urkunden und Glückwünschen bedacht. Der Gewinn der Vizemeisterschaft ist herausragend. Die Stiere gingen, bis auf einen Spieler, mit einer kompletten B-Jugendmannschaft durch die Saison und Endrunde. Der ehrgeizige Schritt gegen teilweise drei Jahre ältere Spieler anzutreten hat sich gelohnt. Die Mannschaft konnte immer Spiele auf hohem Niveau absolvieren und musste permanent an die Grenzen gehen. Trainer Robert Schneidewind zum Erfolg: „Ich bin aus ganzem Herzen stolz auf die Jungs. Die beiden Jahrgänge 2000 und 2001 sind zu einer Einheit zusammengewachsen. Absoluter Ehrgeiz und Leistungswillen sind in jeder Trainingseinheit zu spüren. Auch die unliebsamen Aufgaben werden angenommen. Das ist die Basis für kommende Erfolge!“ (rs)

Für die Stiere spielten: Artur Fedorow, Niklas Panow, Kaspar Kionke – Tim Steinmüller 8, Tillman Leu 5, Malte Dehling 3, Thilo Schmidt-Hahn, Marty Lampe 5, Robin Schröter 2, Jan Normann 1, Danylo Spitsyn 6, Jonas Krutzky 7, Justus Dakowski, Jann Skroblien, Niclas Mützel 1, Marten Gleffe

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