Am Ende zählen die zwei Punkte

Zum fälligen Heimspiel hatte die zweite Männermannschaft der Mecklenburger Stiere am letzten Samstag das Team der TSG Wismar zu Gast. Im Hinspiel gab es einen deutlichen Erfolg der Schweriner. Auch im Rückspiel konnten sie die Partie in der Schlussphase für sich entscheiden und, wenn auch knapp, mit einem 24:23 (10:14)-Erfolg vom Parkett gehen.

Es entwickelte sich zunächst ein Spiel der Abwehrreihen. Beide Teams standen sehr kompakt und überzeugten mit guten Torhüterparaden. Aber die Gäste kamen immer besser in Fahrt. Sie legten eine 5:2-Führung vor, auch, weil die Juniorstiere einfach zu unvorbereitet und überhastet den Torabschluss suchten und somit immer wieder in das Konterspiel der Gäste gerieten. Die nutzten die Fehler konsequent aus und zogen auf 6:12 davon. Aber anstatt den Schwerinern nun den sogenannten Gnadenstoß zu versetzen, rappelten sich die Juniorstiere wieder auf, nutzten nun die sich bietenden Möglichkeiten besser und nahmen viele Geschenke der Gäste an. So verkürzte die Schweriner Reserve auf 10:14 bis zur Pause und war wieder auf Schlagdistanz.

Gleich nach dem Wechsel dann ein 3:0-Lauf. Damit war der Anschluss wieder hergestellt (13:14). Erneut zogen die Gäste auf 13:17 davon und hielten diesen Vorsprung bis zum 18:22. Es war kein Spiel für schwache Nerven. Denn nun setzten die Juniorstiere unter der Regie von Jakob Weinand zur großen Aufholjagd an und hatten einen 5:0-Lauf, welcher die 23:22-Führung bedeutete. Nun überschlugen sich die Ereignisse. Wismar erzielte knapp 60 Sekunden vor Ende den Ausgleich und den Schwerinern verblieb noch die knappe Minute, um vielleicht doch noch die erhofften zwei Punkte einzuspielen. Knapp 30 Sekunden vor Ende gab es einen Siebenmeter fürs Team der Juniorstiere. Jakob Weinand verwandelte sicher zur 24:23-Führung. Der letzte Angriff der Gäste verlief ins Leere und somit sprang noch ein vielumjubelter Heimsieg für die Schweriner Mannschaft heraus.

„Es war sicherlich nicht die schönste Partie unserer Jungs, aber der Einsatz und der Wille war letztlich entscheidend dafür, dass die Punkte noch in Schwerin blieben. Vor einem halben Jahr hätten wir diese Spiele noch verloren, dieses Ergebnis zeigt auch, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt und gelernt hat, mit solchen Situationen umzugehen. Und letztlich sollte jeder auch wissen, dass wir eine Ausbildungsmannschaft sind und viele Dinge unter anderen Vorraussetzungen ablaufen – bevor nur kritisiert wird!“  sagt Trainer Andreas Westram. (aw)

Aufstellung: Maroldt, Fedorow, Röhrdanz, Burke, Kunz, Geschwendtas, Mulsow, Stender, Weinand, Jesse, Schimmler, Köhler, Dakowski

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