Sauerlandcup 2017

Bereits am Freitag, den 06.01.2016 starteten 12 Spieler der Jungstiere in das 450 Kilometer entfernte Menden im Sauerland. Vier Leistungsträger mussten krank oder verletzungsbedingt passen. Gut in Menden angekommen bezogen die Jungs die Zimmer und nahmen an der abwechslungsreichen Eröffnungsfeier teil.

Am nächsten Morgen ging es früh hoch, bereits um 9 Uhr hatten wir das erste Spiel zu bestreiten. Gegner war der Neusser HV. In einem nervösen Auftaktspiel setzten sich die Stiere letztlich verdient mit 16:14 durch. Es folgte das Spiel gegen den VfL Gummersbach. Den Schwerinern gelang es diszipliniert die Angriffe vorzutragen und fanden immer wieder gute Lösungen. Auch im Abwehrverbund wurde kompakt und aufopferungsvoll gearbeitet. So führten wir mit zwischenzeitlich drei Toren. Zum Ende hin riss der Faden völlig. In den letzten fünf Minuten leisteten sich die Stiere unbedrängte Fehler und luden so Gummersbach zu einfachen Gegenstoßtoren ein. Am Ende unterlagen wir mit 14:15, vielleicht deshalb weil der Glaube an den Sieg nicht groß genug war. Es folgte das schlechteste Turnierspiel gegen die jüngere Vertretung der Gastgeber. Nach einem zwischenzeitlichen 4-Tore-Rückstand konnten wir den Schalter am Ende noch umlegen und mit 18:17 gewinnen. Im letzten Vorrundenspiel gegen den TV Großwallstadt erwischten die Stiere einen guten Start und gingen mit 3:0 in Führung. Ab diesem Zeitpunkt reihte sich eine Unkonzentriertheit an die andere. Nach einer enttäuschenden Vorstellung stand eine deutliche 8:17- Niederlage auf der Anzeigetafel. Dennoch, mit Platz drei in der Vorrunde erreichten wir unser Minimalziel.

Am Sonntag ging es für die Stiere gegen Frisch Auf Göppingen und Haspo Bayreuth in der Zwischenrunde darum die Minimalchance auf das erreichen des Viertelfinales zu wahren. Gegen die Bundesligareserve von Göppingenhielten die Schweriner im ersten Spiel lange dagegen. Beim Spielstand von 7:9 aus Stieresicht war noch alles offen. Ab diesem Zeitpunkt fanden wir immer weniger Lösungen im Angriff und verhielten uns zu passiv in der Abwehr. Das bestraften die starken Göppinger und setzten sich vorentscheidend auf 13:8 ab. Mit dem 12:19 aus unserer Sicht war ein Weiterkommen ausgeschlossen. Im letzten Turnierspiel gegen Haspo Bayreuth zeigten die Mannschaft Charakter. Mit einer vorbildlichen Einstellung und einer fühlbaren Entschlossenheit dominierten die Stiere dieses Spiel. Hier stimmte fast alles. Hervorzuheben war in diesem Spiel Torwart Niklas Panow, welcher eine „Fangquote“ von über 60 Prozent aufwies. Am Ende verabschiedeten wir uns mit einem  17:8-Sieg aus dem besten Nachwuchsturnier Deutschlands.

Die Mannschaft konnte viele positive Erfahrungen mit in den Norden nehmen. Dass der VfL Gummersbach später Turniersieger geworden ist zeigt, wozu die Stiere in der Lage sind – wenn alles stimmt. Die Steigerung der Kontinuität und die Bereitschaft, immer zu hundert Prozent Einsatz und Konzentration bringen zu wollen, müssen nun vorrangige Ziele sein. Dann werden sich die Jungstiere dauerhaft in die Lage bringen ihre Potentiale unter Druck abzurufen. Hin und wieder blitze auf wozu dieses Team dann fähig ist.

In Menden spielten: Niklas Panow, Artur Fedorov – Marty Lampe 24, Jonas Krutzky 6, Danylo Spitsyn 9, Florian Lux 2, Malte Dehling 13, Marten Gleffe 3, Thilo Schmidt-Hahn 8, Lennart Giewald 1, Jan Norrmann 2,
Robin Schröter 16

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