Die richtige Wahl getroffen

Hoch hinaus wollten die Stiere - und schafften es mit Kampfgeist dann zum Sieg.  Foto: Dietmar Albrecht
Hoch hinaus wollten die Stiere - und schafften es mit Kampfgeist dann zum Sieg. Foto: Dietmar Albrecht

Wer in den vergangenen Tagen durch Schwerin gefahren, gelaufen oder auch geradelt ist, der konnte an zahlreichen Laternen die Wahlaufforderung der Mecklenburger Stiere kaum übersehen. „Wählt Handball“ skandierten die Drittliga-Handballer der Landeshauptstadt – 1487 Zuschauer sind gestern Nachmittag dieser Aufforderung dann auch nachgekommen. Bereut hat diese Wahl wohl keiner, der es mit den Stieren hielt, denn die Gastgeber gewannen ihr erstes Heimspiel der Saison gegen die HF Springe mit 23:22. 

Dass die Schweriner am Ende überhaupt jubeln konnten, daran hatten  nach etwa 39 Minuten wohl die wenigsten Zuschauer in der Sport- und Kongresshalle geglaubt. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Stiere beim 10:19 mit satten neun Toren in Rückstand. „Da kann man schon mal den Kopf hängen lassen. Dass wir uns aber vor dieser tollen Kulisse zurückgekämpft haben, zeigt, dass es bei uns in der Truppe stimmt“, erklärte Stiere-Torwart Robert Heinemann, der in der zweiten Hälfte mit zahlreichen Paraden seine Mannschaft wieder zurück ins Spiel brachte.   

Bereits zur Halbzeit lagen die Hausherren allerdings mit 9:14 im Hintertreffen und fanden gegen gut verteidigende Springer kaum Mittel, zum Torerfolg zu kommen. Die Gäste um Ex-Nationalspieler Sebastian Preiß dagegen zeigten sich vor dem Tor gnadenlos effektiv. Auch nach dem Seitenwechsel gelang den Stieren wenig, den Handballfreunden aus Springe viel. So zogen sie bis zum besagten 19:10 (39.) davon. Als dann Stiere-Trainer Dirk Schimmler eine Auszeit nahm, zeigte das Wirkung.

 

Während die Stiere, angeführt von Bevan Calvert, Johannes Prothmann und Jan Grolla, Tor um Tor aufholten, verzweifelte Springe zunehmend an der Schweriner Abwehr und Keeper Heinemann. Nach einem zwischenzeitlichem 18:20 (53.) zog Springe zwar nochmals auf 18:22 (54.) weg, ein weiteres Tor gelang den Gästen dann nicht mehr. Stattdessen zeigten die Hausherren eine starke Willensleistung, glichen nicht nur zum 22:22 aus, sondern machten in Form von Jan Grolla den 23:22-Sieg noch perfekt. „Für mich ist das Spiel überragend verlaufen. Das  war aber auch von der gesamten Abwehr am Ende eine starke Leistung. Es hat alles gestimmt, deswegen haben wir dieses Spiel auch gedreht“, sagte Neuzugang Heinemann nach Spielende.

Am Sonnabend steht bereits die nächste Partie auf dem Programm, dann geht es für die Landeshauptstädter zum Oranienburger HC.

Hagen Bischoff

Mecklenburger Stiere: Kominek, Heinemann – Curcic 1, Pedersen 2, Grolla 5, Grämke 2, Prothmann 1, Larisch, Marangko 2, Evangelidis 1, Zufelde, Calvert 7/3, Pärt 2

 

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