Eine deutliche Angelegenheit

Mit 75 Einlaufs-Kids vom ersten Talentetag wurden die Mecklenburger Stiere zu ihrem Heimsieg auf die Platte begleitet.  Foto: ba

Drittliga-Handballer der Mecklenburger Stiere gewinnen vor 2146 Zuschauern gegen den VfL Fredenbeck mit 33:22

Besser hätte der letzte Heimauftritt der Drittliga-Handballer der Mecklenburger Stiere im Jahre 2016 nicht laufen können. Dank eines 33:22-Sieges gegen den VfL Fredenbeck bleiben die Stiere auch im sechsten Heimspiel dieser Saison ver- lustpunktfrei. Dazu hatten den gestrigen Auftritt in der Sport- und Kongresshalle 2146 Zuschauer gesehen, so viele wie noch nie in dieser Spielzeit.

Viele der zahlreichen Stiere-Fans wollten natürlich auch Neuzugang Christoph Schlichting in Aktion sehen. Die Leihgabe des VfL Bad Schwartau stand bisher nur in zwei Auswärtspartien für die Schweriner auf der Platte und steuerte bei seinem Heimdebüt zwei Tore zum Stiere-Sieg bei. „Das war eine super Atmosphäre. Ich bin super vom Publikum aufgenommen worden. Dann haben wir auch noch gewonnen, das war schon richtig geil“, sagte Christoph Schlichting nach dem Spiel.

Den etwas holprigen Start der Schweriner, die gerade in der Defensive einige Nachlässigkeiten zeigten, konnten Schlichting und seine Abwehrkollegen aber nicht verhindern. „Unsere Abwehr hat in den ersten 20 Minuten nicht so gut funktioniert. Da- nach haben wir gut gespielt und schnelle Tore und wichtige Tore gemacht“, befand auch Torwart Jan Kominek, der mit allein elf Paraden in den ersten 30 Minuten ein Garant für die 16:11-Halbzeitführung der Hausherren war. „Das ist Teamsport. Einen Tag kann ich helfen, an einem anderen dann vielleicht nicht“, ergänzte Kominek. Nicht nur die Abwehr stabilisierte sich nach einem zwischenzeitlichen 8:8 (18.), auch die Offensive um Kapitän Johannes Prothmann zeigte sich ab Mitte der ersten Hälfte sehr treffsicher.

Das setzte sich nach der Pause fort, die Stiere zogen mit vier Toren in Folge auf 20:11 davon und hatten beim 22:12 (38.) erstmals ein Zehn-Tore-Polster. „Da hat man dann natürlich eine breite Brust. Mit einem deutlichen Vorsprung spielt es sich auch einfacher“, so Kreisläufer Schlichting, der anschließend ein Stiere-Team sah, dass den Vorsprung souverän verwaltete, munter durchwechselte und am Ende – ohne die richtige Fredenbecker Gegenwehr – schöne Spielzüge zeigte.

Keeper Kominek hatte dann zwölf Minuten vor Schluss Feierabend und machte Platz für Ariel Panzer. „Ich bin natürlich glücklich, dass wir diese zwei Punkte gewonnen haben. Das ist unser Geschenk an die vielen Fans“, bedankte sich Kominek abschließend bei den Schweriner Anhängern.

Die Stiere gehen jetzt als Tabellensiebter in ihre wohlverdiente Weihnachts- und Winterpause – wenn auch nur kurz. Am 15. Januar ist das Team von Trainer Danny Anclais wieder auf heimischer Platte gegen den Oranienburger HC gefragt.

Hagen Bischoff / Schweriner Volkszeitung

Mecklenburger Stiere: Kominek, Panzer – Curcic 1, Pedersen 5, Grämke 2, Prothmann 6, Larisch, Evangelidis 3, Finkenstein 2, Aust 3/1, Gutmanis 6, Schlichting 2, Calvert 3.

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