Eine überaus erfolgreiche Übergangslösung

Stiere-Geschäftsführer Axel Schulz    Foto: ba
Stiere-Geschäftsführer Axel Schulz Foto: ba

Seit fünf Monaten führt ein Interimstrainergespann die Mecklenburger Stiere. Dirk Schimmler und Stephan Riediger machen den Trainerjob mit großem Erfolg, wie der aktuelle vierte Tabellenplatz zeigt. Doch jede Übergangslösung ist zeitlich befristet. SVZ sprach mit Axel Schulz, Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH der Mecklenburger Stiere, über die aktuelle Situation.

 

Herr Schulz, Sie haben mit der Trainerfrage eine dringliche Aufgabe auf den Tisch bekommen. Wie sieht es mit einem neuen Coach aus?

Axel Schulz: Wir haben mit mehreren potenziellen Bewerbern sehr gute Gespräche geführt. Ich bin Seit Anfang Juli selbst intensiv in die Lösung dieser Aufgabe eingebunden. Wichtiger als das Vermelden einer Personalie ist für uns jedoch, eine richtige Lösung präsentieren zu können. Hier muss jemand sportlich, als Mensch und mit der nötigen Portion Idealismus zu uns passen.

 

Spielen Sie damit auf die wirtschaftliche Situation an?

Axel Schulz: Unterm Strich muss es natürlich auch wirtschaftlich darstellbar sein und finanziell passen. Viel wichtiger ist für die Mecklenburger Stiere, dass wir jemanden an uns binden können, der motiviert die sportlich reizvolle Aufgabe, mit den Stieren den Aufstieg in die 2. Bundesliga anzugehen, anpackt. Das braucht Durchhaltevermögen und einen Trainer, der wie für uns gemacht ist.

 

Jede Übergangslösung ist irgendwann zu Ende. Wie lange werden die Interimstrainer noch aktiv sein?

Axel Schulz: Beide stehen uns zur Seite, so lange wir sie brauchen. Das verdient höchsten Respekt. Wir haben Hochachtung vor dem, was Dirk Schimmler und Stephan Riediger leisten. Beide stehen im Beruf und haben Familie. Ehrenamtlich haben sie sich an die Seite der Mannschaft gestellt und leisten mit einer wöchentlichen Mehrbelastung von bis zu 25 Stunden Herausragendes. Diese Aufgabe kann man natürlich nicht auf Dauer übernehmen.

 

Dennoch lässt sich Team Stiere viel Zeit. Was macht die Trainersuche so schwer?

Axel Schulz: Dafür gibt es verschiedene Gründe. Mancher Bewerber erschien geeignet, hat sich dann aufgrund seiner familiären Situation doch nicht für Schwerin entscheiden wollen. Gute Kandidaten liebäugeln selbstverständlich auch mit anderen Vereinen – machen wir uns nichts vor: Auch während der Spielzeit locken zuweilen Angebote, die höherklassig und somit reizvoll sind. Für uns kommt es einfach nicht in Frage, mit kurzfristigen Ausstiegsklauseln zu agieren. Wir setzen auf eine Lösung, die länger Bestand haben soll.

 

Das fordert einmal mehr eine solide wirtschaftliche Basis. Wie sind die Stiere diesbezüglich aufgestellt?

Axel Schulz: Wir freuen uns, eine stattliche Zahl an verlässlichen Unterstützern zu haben. Erst kürzlich konnten wir gemeinsam bei einem Sponsorenabend im Audi Centrum Schwerin gemeinsam auf die grandiose Entwicklung unserer Mannschaft anstoßen. In gehobenem Ambiente mit der exklusiven Vorab-Präsentation des neuen Audi A8 haben wir ein für die Landeshauptstadt Schwerin gesellschaftlich relevantes Ereignis erlebt. Das macht uns Mut. Erfreulich ist auch, dass der Stiere 100 - Club der Handballfreunde in nur einem Jahr seine Mitgliederzahl als eigenständiger Verein auf über 30 steigern konnte. Wir sind auf einem guten Weg, die Basis für sportliche Erfolge zu untermauern.

 

Es bleibt die Frage: Wann kommt der Neue?

Axel Schulz: Wir würden schon gern den Rückrundenstart dafür anpeilen. Aber noch einmal: Es muss passen - halbe Sachen sind nicht drin. Ein neuer Coach soll möglichst mit beiden Interimstrainern eine Zeit lang gemeinsam arbeiten, um sich optimal auf die Mannschaft einzustellen und, das wünschen wir uns, an den bisher erfolgreichen Verlauf der Saison nahtlos anknüpfen. (ba)

 

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