40 Minuten richtig guter Handball

Mathias Pedersen war erfolgreichster Werfer in der Partie gegen Braunschweig.  Foto: ba

Schweriner Stiere bezwingen in heimischer Halle Drittliga-Neuling MTV Braunschweig 29:24 (16:9) / Nach 22:9-Polster zu arglos agiert

Nach zuletzt vier Auswärtsspielen in Folge präsentierten sich die Drittliga-Handballer der Mecklenburger Stiere am Sonntagabend endlich wieder vor heimischem Publikum. Und gegen Aufsteiger MTV Braunschweig sah das Spiel der Stiere beim 29:24-Sieg   zumindest 40 Minuten lang ganz ordentlich aus.

Man merkte den Hausherren an, dass sie sich vor den 1149 Zuschauern, die trotz der späten Anwurfzeit den Weg in die Sport- und Kongresshalle gefunden hatten, von ihrer besten Seite präsentieren wollten. Aus einer guten und aggressiven Deckung heraus ließ das Team von Trainer Danny Anclais Braunschweig nicht zur Entfaltung kommen, zeigte sich selbst dagegen vor allem über die Außen effektiv.

„So macht mir Handball natürlich  Spaß, eigentlich der ganzen Mannschaft und den Fans selbstverständlich auch“, fasste Linksaußen Tobias Grämke die erste Halbzeit zusammen, in der er bis zum Pausenstand von 16:9 alleine vier Mal traf.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs stimmte eigentlich alles bei den Stieren. Die Deckung packte sicher zu und im Angriff enteilten die Schweriner mit sechs Toren in Folge auf 22:9 (39.). Alles, was danach passierte, „da müssen wir drüber reden“, befand auch Teammanager Stefan Riediger.

 

Bei den Gastgebern schlichen sich nach und nach immer mehr Unkonzentriertheiten ein, sodass Braunschweig sich Stück für Stück zurück in die Partie kämpfte (23:15/45.), am Ende aber nie wirklich richtig gefährlich wurde. „Die Konzentration darf nicht abfallen. Wir wollten gerade in der zweiten Halbzeit, egal wie es steht, Betrieb machen. Wir wollten nicht mit fünf Toren Vorsprung gewinnen, sondern möglichst mit fünfzehn. Das hat nicht geklappt und das werden wir aufarbeiten“,  war Teammanager Riediger mit dem zweiten Durchgang nicht zufrieden.

Dass der Anspruch der Stiere mittlerweile ein anderer ist, unterstreicht auch die Aussage von Tobias Grämke, der in die gleiche Kerbe schlug: „Die zweite Halbzeit entsprach nachher gar nicht mehr unserer Vorstellung. Dann kommt der Gegner auch ran. Aufgrund der ersten Hälfte haben wir aber verdient gewonnen.“

Mit dem vierten Saisonsieg schieben sich die Schweriner vorerst auf den sechsten Tabellenplatz. Am kommenden Sonntag sind die Stiere dann auch schon  wieder auswärts gefordert. Beim DHK Flensborg geht es um die nächsten zwei Zähler

Hagen Bischoff

Mecklenburger Stiere: Kominek, Panzer – Curcic 2, Pedersen 6/3, Grämke 5, Prothmann 2, Larisch, Köhler, Marangko 1, Evangelidis 3, Finkenstein, Aust 4, Gutmanis 3, Calvert 3.

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