Kein Derby für die Geschichtsbücher

Fulminantes Programm zum großen Derby: Die Handballstiere liefen mit Nachwuchsspielern durch Feuerspalier auf. Foto: Dietmar Albrecht
Fulminantes Programm zum großen Derby: Die Handballstiere liefen mit Nachwuchsspielern durch Feuerspalier auf. Foto: Dietmar Albrecht

Das 81. MV-Derby zwischen den Handballern aus Schwerin und Rostock wird als erstes Derby der beiden Mannschaften in der dritten Liga in die Geschichte eingehen – aber allenfalls deswegen. Sozusagen aus Chronistenpflicht. Dafür war der 30:26-Sieg der Mecklenburger Stiere gegen den HC Empor Rostock nicht spektakulär genug. Spannend war die Partie in der gut gefüllten Sport- und Kongresshalle vor 3423 Zuschauern ebenfalls nicht, lediglich die Intensität konnte sich sehen lassen.

Dreimal schafften es die Gäste aus Rostock, die Partie zumindest ausgeglichen zu gestalten – beim 1:1, 2:2 und 3:3. Genau nach diesem 3:3 kamen die Stiere nach dem etwas nervösen Beginn besser ins Rollen und erspielten sich einen Vorsprung, den sie bis zum Ende der Partie nicht wieder hergaben. So führten die Hausherren, angeführt von einem gut aufgelegten Jan Kominek im Tor und einem sehr präsenten Raki Marangko am Kreis, nach 19 Minuten mit 10:5. „Die Anfangsphase war enorm wichtig. Da haben wir  in den ersten 20 Minuten gut gestanden.  Danach dann nicht mehr so richtig. Am Ende hatten wir die bessere Defensive, die hier den Unterschied ausgemacht hat“, fasste Stiere-Keeper Kominek, der auf insgesamt 15 Paraden kam, die Partie kurz zusammen. Dass die Schweriner zur Pause beim 16:12 nicht höher führten, hatten sie sich selbst zuzuschreiben, vergaben sie doch einige gute Chancen.

Richtig spannend wurde es im zweiten Durchgang aber ebenfalls nicht mehr, dafür war Rostock  in der Defensive und auch im Angriff nicht konstant genug. Zusätzlich erwischte Torhüter Kominek gegen seinen Ex-Verein einen guten Tag. „Natürlich war ich extra motiviert. Ich habe ja  vier Jahre bei Empor gespielt. Das war auch eine schöne Zeit. Aber ich bin auch Profisportler, also gebe ich jetzt alles für die Stiere“, erklärte der Tscheche seine Partie.

Über die Stationen 20:17 (42.), 25:20 (49.) und 28:24 (56.) erspielten sich die Schweriner am Ende gegen eine sich im Umbruch befindende Rostocker Mannschaft einen nie gefährdeten Sieg. „Ich denke, die nächsten Spiele werden etwas schwerer für uns. Jetzt kommt zum Beispiel Altenholz. Das wird wohl ein anderes Spiel, welches wir aber natürlich versuchen werden zu gewinnen“, blickte Jan Kominek abschließend schon auf das nächste Wochenende.

Hagen Bischoff

Mecklenburger Stiere: Kominik, Heinemann – Curcic 4, Pedersen 8/4, Grämke 1, Prothmann, Marangko 5, Evangelidis 1, Zufelde 1, Aust 4, Passias 1, Calvert 1, Pärt 4

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