Remis in letzter Sekunde

Bevan Calvert steuerte fünf Treffer bei. Foto: Dietmar Albrecht
Bevan Calvert steuerte fünf Treffer bei. Foto: Dietmar Albrecht

Handballer der Mecklenburger Stiere müssen sich gegen den DHK Flensborg mit einem 24:24 begnügen

Die Freude bei den Drittliga-Handballern der Mecklenburger Stiere über das 24:24-Remis gestern Nachmittag gegen den DHK Flensborg währte nur wenige Sekunden – schnell wurde den Schwerinern klar, dass sie in diesem Spiel eigentlich den zweiten Punkt verloren hatten.

Die Stiere erwischten einen Start nach Maß, führten nach sieben Minuten bereits mit 6:0 und hatten die Partie in der Abwehr sowie im Angriff deutlich im Griff. Auch nach einer kleinen Schwächephase, in der die  Flensburger den Rückstand auf vier Tore verkürzten (11:7, 26.), bauten die Schweriner den Vorsprung zur Halbzeit wieder auf ein komfortables 13:7 aus. Selbst beim 17:12 (42.) im zweiten Durchgang war noch nicht abzusehen, dass die Stiere in den nächsten Minuten die Partie fast völlig aus der Hand geben würden.

Das taten sie allerdings – auch weil sich das Team von Trainer Danny Anclais vor allem in der Offensive zu viele leichte Fehler erlaubte, die die immer besser werdenden Gäste konsequent ausnutzten und beim 20:19 (52.) erstmals sogar selbst in Führung gingen. „Wir sind völlig von unserer Linie abgekommen und Flensburg hat uns dann  mit schnellem Handball überlaufen“, so Tobias Grämke, der den immer noch verletzten Johannes Prothmann als Spielmacher ersetzte. 

Kurz vor Schluss sahen sich die Hausherren vor 1455 Zuschauern in der Sport- und Kongresshalle beim 22:24 gar mit zwei Toren im Hintertreffen. Die Stiere zeigten allerdings Moral und sicherten sich mit Bevan Calverts Tor in letzter Sekunde zumindest noch ein Remis.  „Nach dem Spielverlauf haben wir ganz klar einen Punkt gewonnen. Aber eigentlich müssen wir hier mit zwei Punkten nach Hause gehen – da gibt es keine zwei Meinungen“, ärgerte sich Tobias Grämke im Nachhinein über den doch verpassten Sieg.

Hagen Bischoff

Mecklenburger Stiere: Kominek (1 Tor, 10 Paraden), Panzer – Curcic 3, Pedersen 6/2, Grämke 1, Larisch, Köhler, Marangko 2, Evangelidis 3, Zufelde 3, Aust, Gutmanis, Calvert 5.

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