Winterpause im guten Mittelfeld

Im Angriff wollen die Stiere noch zulegen. Foto: Dietmar Albrecht

 

Handballstiere starten am 15. Januar in Rückrunde

Schwerin. „Ein paar freie Tage tun uns allen gut!“ Danny Anclais, Coach der Schweriner Handballdrittligisten, blickt zufrieden auf die Hinrunde der Spielzeit 2016/2017 – seiner ersten bei den Handballstieren. Im SVZ-Interview erklärt er, warum der siebte Tabellenplatz noch nicht das Ziel in der 3. Liga sein kann.

Bilanz zur Winterpause: 16:14-Punkte und eine gediegene Platzierung im Mittelfeld der Tabellen – hätte die Ausbeute besser sein können?
Danny Anclais
: Auf jeden Fall: Wir haben eine Reihe guter Auswärtsspiele bei durchaus hochwertigen Gegnern absolviert. Etliche Male fehlte neben dem Quentchen Glück ein einziges Tor, um wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. Die Liga präsentiert sich stark und mit hoher Leistungsdichte. Da muss man nicht nur gut sein, sondern wirklich sehr gut, um am Ende noch besser dazustehen. Und das ist für die Stiere drin.

 

Das heißt, es bleibt bei der Zielsetzung, nicht nur einstellig, sondern in der vorderen Tabellenhälfte abzuschließen?

Danny Anclais: Darauf arbeiten wir hin. Das Leistungsvermögen ist da. Mit Abwehrstärke und Schnelligkeit im Angriff bieten wir selbst gefährlichen Kontrahenten Paroli. Hinzu kommt der starke Rückhalt im Kasten. Und eine Qualität, die den Stieren eigen ist: Die Mannschaft ist in der Lage, sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen. Nicht nur im Spiel, sondern auch mit Blick auf Ausfälle, die wir verkraften müssen. Ich denke da beispielsweise an das erste Heimspiel, bei dem sich Christian Zufelde schwer verletzt hat. Es wird noch einige Zeit dauern, bis er wieder auf der Platte ist. Auch andere Akteure waren vor Verletzungen nicht gefeit – unser Sport ist eben eine harte Nummer, die so etwas mit sich bringen kann.

 

Handball ist in Schwerin auch eine begeisternde Nummer. Was sagen sie zur Stimmung im ,Wohnzimmer’ der Stiere?

Danny Anclais: Sensationell. Es ist unglaublich, wie viele Menschen unsere Leidenschaft teilen und enorm stimmungsvoll unser Team unterstützen. Das berührt, motiviert und begeistert. Der achte Mann hat Anteil daran, dass wie in der Sport- und Kongresshalle bislang ungeschlagen sind. Ich danke, auch im Namen der Mannschaft, des Betreuerstabes und des ganzen Teams, allen, die uns treu zur Seite stehen. Wie sagt man im Sport? Da ist noch Luft nach oben. Der Zuschauerrekord beim letzten Spiel mit 2146 Gästen hat mir gezeigt, dass da noch mehr geht..

 

Gefeiert werden immer wieder tolle Einzelleistungen. Fehlt es an mehr Geschlossenheit, um noch eine Schippe drauf zu legen?

Danny Anclais: Die Mannschaft hat in den zurückliegenden Monaten toll zusammengefunden. Unser Team kämpft auch als solches und zeigt eine unglaubliche Moral. Keiner gibt auf, zu keinem Zeitpunkt. Das ist klasse.

Arbeiten müssen wir weiter im Zusammenspiel, in der Abwehr und im Angriff. Es fehlt nicht viel, um oben mitzuspielen. Hier und da täte ein bisschen mehr Kontinuität in der Leistung gut. Aber es gibt solche und solche Tage, wir hoffen, in der Rückrunde die besseren zu erwischen.

Der Rückrundenstart verspricht einen weiteren Kracher: Am 15. Januar empfangen die Handballstiere den Oranienburger HC…

Danny Anclais: Genau, da haben wir noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel bescherte uns einen wenig guten Auftakt - wir haben mit zehn Toren verloren. Jetzt wollen wir Revanche und natürlich einen weiteren Heimsieg in unserem Wohnzimmer. Interview: Barbara Arndt

Zurück