Zwei Punkte in letzter Sekunde gerettet

Tobias Grämke (hier in einem Heimspiel) traf in Großburgwedel sechs Mal. Archivfoto: Dietmar Albrecht
Tobias Grämke (hier in einem Heimspiel) traf in Großburgwedel sechs Mal. Archivfoto: Dietmar Albrecht

Am Ende zählen die Punkte. Und die haben die Mecklenburger Stiere nach Hause gebracht. Dass diese mit einem denkbar knappen Auswärtssieg verbucht werden können, ist Makulatur. Viel mehr zählt, dass sie dem Team von Handball Hannover-Burgwedel eine wirklich schmerzliche Niederlage beschert haben: Die Gastgeber wollten endlich ihren ersten Heimsieg einfahren. „Uns war schon bewusst, dass es hier gegen eine qualitativ gute Mannschaft geht, die eine ordentliche 6:0-Abwehr spielt, mit Geduld ihre Angriffe aufzieht und auf erfahrene Akteure bauen kann. Dass diese Partie so schwer zu bespielen ist, traf uns dann doch“, so Stiere-Coach Dirk Schimmler. Er macht keinen Hehl daraus, dass seine Männer durchaus bestehende Chancen nicht effektiv verwertet haben und Qualität missen ließen. „Wir haben, zumindest in der ersten Halbzeit, einfach schlecht gespielt.“ Darüber hinaus wurde die robuste, aber absolut zulässige Abwehr der Stiere in dieser Partie hart bestraft. Gefühlt hatten es die Gäste zuweilen mit neun Gegenspielern zu tun. Dagegen wappnete das Trainergespann Schimmler/Riediger in der Kabine die Mannschaft. Es wurde schon ein bisschen lauter, um die Stiere wachzurütteln.

Nach Wiederanpfiff setzen die dann alles daran, die Partie zu drehen. Mit einem 4-Tore-Lauf sorgen sie dafür, dass der Drops noch nicht gelutscht ist (16:15, 36.). Durchatmen auf der Bank. Aber an Zurücklehnen ist keineswegs zu denken. Es braucht weitere Minuten großer Anspannung und mancher grau gewordener Haare, bis erstmals der Ausgleich hergestellt werden kann ( 20:20, 47.).  Bis in die Schlusssekunden bleibt die Partie offen (25:25, 59.) Nichts für schwache Nerven. Auch als Magnus Aust den Führungstreffer zum 26:25 einnetzt, sind die Messen nicht gesungen:  Zum letzten Spielzug wird den Gastgebern noch ein Siebenmeter zugesprochen. Stiere-Schlussmann Jan Kominek, zwischenzeitlich ebenfalls besser ins Spiel gekommen, pariert und macht den Ein-Tore-Vorsprung zum Auswärtssieg perfekt. „Wir wissen, dass wir nach hinten raus gewinnen können. Die Kondition stimmt. Aber das darf nicht das Mittel der Wahl sein. Um entspannter spielen zu können, muss es bei uns an vielen Ecken passen. Das war in Großburgwedel nicht der Fall“, so Dirk Schimmler. Seine Handballstiere sind am kommenden Sonnabend bei der Reserve der SG Flensburg/Handewitt gefordert, die nächsten Zähler im Auswärtsmarathon zu holen. Aktuell konnten sich die Schweriner mit nunmehr 15:5-Punkten erst einmal den dritten Tabellenrang zurück erobern. Barbara Arndt

Kominek, Heinemann – Curcic 3, Pedersen 8/1, Grämke 6, Grolla, Larisch, Marangko 1, Evangelidis 2, Zufelde 2, Aust 4, Calvert, Pärt

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