Englische Woche vergoldet

Kapitän Lutz Weßeling traf drei Mal, bevor er umknickte und von der Platte musste.  Foto: Dietmar Albrecht
Kapitän Lutz Weßeling traf drei Mal, bevor er umknickte und von der Platte musste. Foto: Dietmar Albrecht

Die Mecklenburger Stiere haben gestern Nachmittag auch ihr drittes Spiel in acht Tagen mit einem Sieg beendet und dank eines 34:30 über den HSV Hannover ihre englische Woche in der dritten Handball-Liga vergoldet.

Nach dem Sieg vor einer Woche in Oranienburg (33:31) und dem Kraftakt am Mittwoch gegen den VfL Potsdam (21:20) legten die Schweriner dabei gegen den Gast aus Niedersachsen vor 1 322 Zuschauern in der Sport- und Kongresshalle furios los und führten nach zwölf Minuten bereits deutlich mit 9:2. Wer dachte, dass die Partie anschließend ein Spaziergang werden sollte, der täuschte sich. Hannover steckte nicht auf, kämpfte sich zurück ins Spiel, holte Tor um Tor auf und war spätestens beim 15:16-Anschlusstreffer auf Augenhöhe. „Wo wir in den ersten zehn Minuten noch konsequent durchgespielt haben, nimmt sich danach jeder so seinen Wurf. Da kommt eine Mannschaft wie Hannover halt wieder ran“, fasste Stiere-Linksaußen Christian Zufelde die erste Hälfte zusammen.

Im zweiten Durchgang erwischten die Hausherren dann wieder den besseren Start und führten beim 22:18 (40.) und beim 25:21 (46.) wieder mit vier Toren. „Dann ist es echt ärgerlich, dass wir sie wieder heranlassen, obwohl sie müde waren. Am Ende hat sich unsere Qualität dann aber durchgesetzt“, sprach Zufelde das zwischenzeitliche 26:28 von Hannover vier Minuten vor Schluss an. Die Stiere behielten allerdings einen kühlen Kopf und ließen beim fünften Sieg in Folge nichts mehr anbrennen.

Nach drei Spielen in so kurzer Zeit war dann gestern Abend bei Christian Zufelde Erholung angesagt – mit Football schauen. „Man merkt die drei Spiele schon ein bisschen in den Knochen. Viel schlimmer ist aber die fehlende Trainingswoche. Das sind wir nicht gewohnt, weil wir ja eher einen wöchentlichen Spielrhythmus haben. Wenn du dann Sonnabend, Mittwoch, Sonntag spielst und dazwischen immer nur so zwei ruhigere Trainingstage hast, dann bringt dich das eigentlich ein bisschen raus“, erklärte Zufelde die Belastung der englischen Woche. Dafür haben die Stiere die letzten Tage dann aber ganz gut über die Bühne gebracht. Hagen Bischoff

 

Heinemann, Kominek – M. M. Pedersen 6/2, Grämke 2, Prothmann, Weßeling 3, Barten, Evangelidis 5, Zufelde 7, Aust 5, M. J. Pedersen, Passias 3, Krutzky, Pärt 3, Leu

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