Mangelnde Konsequenz und einfache Fehler

Trotz guter Torwartleistung von Jan Kominek (hier in einem früheren Spiel) konnten die Stiere in Bernburg nicht punkten. Foto Dietmar Albrecht
Trotz guter Torwartleistung von Jan Kominek (hier in einem früheren Spiel) konnten die Stiere in Bernburg nicht punkten. Foto Dietmar Albrecht

Handballstiere unterliegen bei SV Anhalt Bernburg 26:25 (13:14)

„Unser Ziel war es, dass Spiel von Anfang an souverän zu gestalten“, sagt Stiere-Coach Danny Anclais nach der Partie gegen den SV Anhalt Bernburg, von dem die Handballstiere ohne Punkte heimkehrten. Sie unterlagen am Samstagabend in der Saale-Stadt 26:25 (13:14), obwohl bis in die Schlussminute noch alles, wenigstens aber ein Punkt möglich gewesen wäre. „Es gab bereits in der Anfangsphase zu viele technische Fehler. Unsere Abwehr stand nicht so gut wie in den vorangegangenen Partien. Auch im Angriff haperte es. Fehlt es dann an Aufmerksamkeit, laden wir den Gegner förmlich zu schnellen Kontern ein. Und dann passiert es eben…“ Es habe an Konsequenz gefehlt, um von Anfang an eine durchaus heimstarke Mannschaft zu dominieren. Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Es wird zum Ende hin eng. Verdammt eng. Insbesondere im letzten Angriff sollte sich das noch einmal deutlich zeigen: Statt ein Tor oder wenigstens einen Siebenmeter herauszuholen, erhielten die Schweriner nur einen Freiwurf und kassierten die Niederlage. Einmal mehr mussten die Stiere sich mit einem denkbar knappen Resultat geschlagen geben. 

Der Auftakt verläuft noch nach Plan. In der vierten Minute gehen die Stiere mit zwei Toren in Führung. Doch schon 90 Sekunden später hatten die Bernburger mit einem Doppelschlag egalisiert. Fortan vermochten es die Männer um Kapitän Johannes Prothmann nicht, sich ernsthaft abzusetzen. Mehr als ein Zwei-Torevorsprung über die Stationen 5:7, 6:8,  8:10, 10:12 und 11:13 zum Halbzeitstand von 13:14 ist nicht drin. Zu wenig, um die zweiten 30 Minuten mit komfortablen Polster gelassen anzugehen.

Nach der Pause sind es mehr die Gastgeber, die neu sortiert aus der Kabine kommen. In der 41. Minute liegen sie mit drei Treffern vorn (19:16), in der 43. sogar mit vier (20:16). 410 Zuschauer sehen die Anhaltiner in der richtigen Spur. Eine Auszeit bei den Stieren rüttelt die Herde wach: Tor für Tor kämpfen sich die Gäste heran (20:18, 23:21, 24:23). In der 57. Minute macht Bevan Calvert für sein Team die Partie noch einmal auf – 25:25. Es bleibt genügend Zeit, um eine Korrektur zugunsten des eigenen Ergebnisses vorzunehmen. Selbst das 26:25 lässt knapp zweieinhalb Minuten vor Ertönen der Schlusssirene noch hoffen. Anstatt gleichzuziehen, Siebenmeter für Bernburg. Dieser Ball verfehlt sein Ziel, doch auch die Schweriner bringen das Leder nicht im Tor unter. Danny Anclais zieht abermals Grün, gibt die Schlusssequenz vor. Vergeblich. Es gelingt nicht, wenigstens einen Punkt aus der Partie zu retten.

Die Mecklenburger Stiere bleiben trotz der Niederlage vor Tabellennachbar Bernburg Siebter. Am kommenden Sonntag empfangen sie mit dem VfL Potsdam den derzeit Drittplatzierten in der Schweriner Sport- und Kongresshalle. Ein weiteres Top-Spiel steht damit an.  ba

Kominek, Panzer – Curcic 1, Pedersen 8/3, Grämke 1, Prothmann 2, Przybylski, Marangko 2, Evangelidis 3, Zufelde 3, Aust 2, Schlichting, Calvert 3

 

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