Stiere kassieren zu viele Gegentore

Satte zehn Tore verbuchte Kevin Herbst gestern Nachmittag beim Drittliga-Spiel der Mecklenburger Stiere gegen den TSV Altenholz. Genützt hat es den Schweriner Handballern am Ende wenig, mussten sie sich doch den Altenholzern mit 29:34 (14:16) geschlagen geben. „Die zehn Tore bringen mir am Ende nichts, ich habe der Mannschaft damit ja nicht weiter geholfen. Ich hätte lieber gar kein Tor geworfen, wenn wir dafür das Spiel gewonnen hätten“, sagte Herbst und ärgerte sich über die vermeidbare Niederlage.
Eigentlich erwischten die Stiere vor 1348 Zuschauern einen optimalen Start, führten sie doch schnell mit 4:0 (4.). Dann allerdings schlichen sich nach und nach Fehler ins Spiel der Hausherren ein. Altenholz kämpfte sich Tor um Tor heran, glich beim 7:7 (14.) aus und ging beim 9:8 (16.) auch erstmals in Führung. Die hatte der TSV beim 16:14 auch zur Pause inne. Allen Zuschauern und auch den Schweriner Verantwortlichen war klar, dass in den zweiten 30 Minuten eine Steigerung her musste.
Die blieb jedoch zunächst aus. Zwar setzte sich Altenholz nicht ab, der Vorsprung schmolz aber auch nicht. Fast permanent lief die Mannschaft von Trainer Mannhard Bech einem Zwei/Drei-Tore-Rückstand hinterher und schaffte es nicht, das vielbesprochene Momentum auf ihre Seite zu ziehen. „Wir haben viele einfache Fehler gemacht, sodass Altenholz sein Konterspiel optimal ausnutzen konnte. Am Ende werden wir ein bisschen hektisch, da müssen wir eigentlich einen kühlen Kopf bewahren“, befand Kevin Herbst und ergänzte: „Wir kriegen es hinten nicht gebacken. 34 Gegentore sind zu Hause viel zu viel. Da darfst du maximal 25, 26 Tore kriegen. Wir müssen an unserer Abwehrarbeit und an unserem Rückzugsverhalten arbeiten.“
Ein bisschen Zeit, um an den entscheidenden Stellschrauben zu drehen, haben die Stiere jetzt. Sie sind erst am 30. November wieder gefragt. Dann geht es nach Hannover zum TSV Burgdorf II.
Mecklenburger Stiere: Kominek 1, Heinemann – Grämke, Weßeling 3, Reiter, Barten 3, Evangelidis, Zufelde 1, Klimt 2, Aust 4/1, Passias 3, Papadopolus 2, Herbst 10, Leu.
Hagen Bischoff (Schweriner Volkszeitung vom 18. November 2019)